Saba
Über Weihnachten und Neujahr nach SABA ...
Wohin? Ja genau , SABA!!! Eine kleine Vulkaninsel, etwa 25 Flugminuten südöstlich von St. Maarten in der Karibik.
Gehört hatten wir davon das erste Mal im Fernsehen in einer Dokumentation über die Karibik.
Die kleine Insel hat den schönen Beinamen „The unspoiled Queen“. Also machten wir uns erst über das Internet schlau wie man dort hinkommt und wo man am besten wohnt. Nach unzähligen Stunden kamen wir zu dem Endschluss, es ist wohl besser, jemanden zu fragen, der Ahnung vom Reisen hat. So sind wir bei der Reiseplanerin, Simone Bartjes, gelandet und sie machte uns nach wenigen Telefonaten und Recherchen ein super Angebot.
Am 23.12 ging es mit Air-France los. Der Flug ging über Paris nach St. Maarten und von dort mit einer Twin-Otter noch das kleine Stück nach SABA. Uih ist das ne Landung gewesen auf dem kleinen Flughafen!!! Die Landebahn auf Saba ist unheimlich kurz.
Auf Saba angekommen, mussten wir leider feststellen, dass unser Gepäck nicht mitgekommen war. Der Taxifahrer, der uns abholte, beruhigte uns aber sogleich ein bisschen mit den Worten „Die Sachen kommen bestimmt morgen mit, das ist normal“.
Ok, er brachte uns zum Hotel "Scout`s-Place". Am Eingang des Hotels begrüßte uns der Besitzer (Wolfgang Tooten) gleich mit einem freundschaftlichen Händedruck. Wir checkten ein und brachten unser Handgepäck aufs Zimmer. Wir schauten uns noch ein wenig im Hotel und im Restaurant um. Alles war da und die Leute sympathisch. Ein langer Tag lag hinter uns und wir ruhten jetzt erst einmal aus.
Ein starker Wind brauste uns am nächsten Morgen um die Ohren, was die Temperaturen aber nicht schmälerte. Es waren ja immer noch 26 Grad, also super auszuhalten.
Wir erkundeten den Ort, was gab es alles…. Supermärkte, Restaurants in allen Variationen, Bars und vieles mehr. Wir besorgten uns noch ne Wanderkarte, da man uns sagte und wir aus den Berichten schon gehört hatten, dass es sich hier gut wandern lässt. Im Laufe des Tages trudelte ohne Stress dann auch unser Gepäck ein.
Am Abend gab es dann das Weihnachtsessen, wo sich der Koch im Restaurant des Scout`s-Place selber übertroffen hat.
So, und weswegen sind wir eigentlich her gekommen ?! Tauchen!!!! Also los…. Morgens ging es mit dem Shuttle-Bus zum Hafen, wo die kleine, aber gut ausgerüstete Tauchbasis der SABADIVERS steht und auch die beiden Boote lagen.
Das Wasser hatte 27 Grad und die Sicht je nach Tauchplatz so 10 bis 30 Meter. Der Sprung ins Wasser fiel bei diesen Bedingungen leicht und das, was wir unter Wasser sahen, war traumhaft. Die steil abfallenden Hänge, die farbenreichen, unberührten Korallen waren atemberaubend.
Der Fischreichtum war nicht weniger beeindruckend. Von super kleinen Fischen über Langusten und Schildkröten, die sich an den Korallen satt fraßen, bis hin zu Haien verschiedenster Art.
Die Art der Haie reichte von Ammenhaien über Riffhaie bis zu Hammerhaien. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich die Tiere im Wasser bewegten, abschätzen, was man isst, und sich dann zurück zogen, nachdem sie genug gesehen hatten. Diese Tiere bewegten sich so frei und leicht wie wir es nie gedacht hätten.
Nach den Tauchgängen konnte man sich in der Tauchbasis duschen und umziehen. Das Equipment wurde von den Tauchguides gespült (Ein super Service!!). Meistens war es jetzt 14 Uhr, also noch früh am Tag, und so machten wir uns meistens dann noch auf, um die Insel zu Fuß zu erkunden.
Es war abwechslungsreich hoch drei!!! Es gab auf dieser Insel, die ja echt nicht groß ist, die verschiedensten Klimazonen. Von Graswiesen und Geröllflächen bis hin zum Regenwald alles da. Wir durchstreiften, den Regenwald auf den schön natürlich gelassenen Wanderpfaden, wo überall riesige Bäume und mannshohe Blätter am Rand des Weges standen, die Berge, wo sich Landkrabben und Ziegen zeigten, und gingen an den Steinküsten entlang, wo sich Leguane in der Sonne rekelten. .jpg)
Der Abwechslungsreichtum auf dieser Insel ist so groß, dass man selbst nach drei Wochen, die unsere Reise ja leider nur ging, immer noch das Gefühl hatte „Hier gibt es noch so viel“.
Die Leute der Insel geben dem Ganzen dann noch den letzten Schliff, den man jetzt schon fast erwartet, aber nicht zu hoffen gewagt hätte. Jeder, und das wohl ohne Ausnahme, ist auf dieser Insel nett und versucht anderen zu helfen. Ob man jetzt ne Mitfahrgelegenheit oder ne Auskunft brauchte, oder wenn man die Geldbörse liegen lies (Diese wurde einem hinterher gebracht!), die Leute waren immer da und freundlich noch dazu. Man fühlte sich nach kürzester Zeit nicht mehr als Außenstehender, sondern man gehörte fast dazu.
Ausflüge auf die benachbarten Inseln sollte man nicht fehlen lassen. Die kann man mit dem Flugzeug machen, welches nicht ganz so günstig ist, aber man kann das auch mit der Fähre tun, wenn man einen festen Magen hat. Von hier aus ein Stück Bewunderung an die Crew der „DAWN II“, so hieß die Fähre, mit der wir gefahren sind. Ihr habt echt einen „Crasy-Job“. Wir haben es in der kurzen Zeit nur einen Tag nach St. Maarten geschafft, wo man uns vom Hotel aus schon einen Führer auf der Insel besorgt hat. Wir umrundeten mit dem Auto die Insel und blieben an schöneren Stellen etwas länger. Abends ging es dann wieder mit der Fähre zurück.
Alles, aber auch alles kann man von Saba aus machen, wenn man einen Mund hat und fragt.
Jeden Freitag gibt es im Restaurant des "Scout`s-Place" die SABAOKE-NIGHT, ein Ereignis, wo sich die verschiedensten Leute ihre mehr oder weniger eingeübten Titel zum Besten geben (Schaurig schön und super lustig). Ein Muss auf der Insel!
Als er Urlaub am 09.01.2009 dann zu Ende ging, hatten wir das Gefühl „Es war zu kurz und wir kommen wieder nach Saba. Ganz bestimmt!“
Tessa und Karsten
