Die Jungfernfahrt auf der AIDAblu vom 09.02.-20.02.2010
Eigentlich begann alles schon mit der Buchung (Schiffsreise, Rückflug und Flughafenshuttle) bei unserer Reiseplanerin, Simone Bartjes, im Mai 2009. Das hieß für uns 9 Monate Vorfreude auf ein einmaliges Erlebnis. Wir beobachteten jeden Baufortschritt und verfolgten die Podcasts im Internet.
Wir sind: Mein Vater Dieter Schell, mein Mann Matthias, meine Söhne Jan Phillip (5 Jahre) und Kai Niklas (damals 17 Monate), ich (Andrea Merkert) und mein Schwager Oliver Voss. Also ein „3-Generationen übergreifender Urlaub“ für die unterschiedlichsten Interessen – auf AIDA ist alles möglich. Sehr unterschiedlich ist auch unsere Planung für die „Landtage“. Mein Vater („Opa“) hat vorab für jeden Hafen einen schönen Ausflug per Bus, Boot oder zu Fuß gebucht. Oliver buchte sofort an Bord für alle Städte Radtouren. Wir werden mit unseren Kindern immer mit einem Plan bewaffnet auf eigene Faust losziehen.
Wir 4 belegten die Balkonkabine 5146, mit Doppelbett, „Deckenbett“ und Babybett. Mein Vater und Oliver bezogen eine Balkonkabine auf Deck 7.
Am 09.02.2010 fuhren wir im Schnee mit einem Mietwagen nach Hamburg, Dieter und Olli mit dem ICE. Jetzt begann die Jungfernfahrt der AIDAblu mit einer wunderbaren Taufe, einer schönen Lasershow und einem riesigen glanzvollen Feuerwerk über uns mitten im Hamburger Hafen. Danach bahnte sich „unsere AIDA“ den Weg durch Eisschollen in die Nordsee, mit Kurs auf den Ärmelkanal.
Heute, am 10.02., dem 1. Seetag, hieß es, Westen an und raus in die Kälte (es hatte in der Nacht wieder geschneit). Doch die Seenotrettungsübung wurde so kurz wie möglich gehalten, wir konnten uns voll und ganz dem Schiff von innen widmen: Wir erkundeten u. a. den Kids-Club und probierten die nagelneuen Spielsachen und Geräte aus, „Opa“ begleitete uns dabei und fand auch seinen Lieblingsplatz, Oliver nutzte den Fitness und Wellnessbereich.
Wie auch an den nächsten Tagen trafen wir uns spätestens zum Essen in einem der zahlreichen Restaurants wieder um gemeinsam ausgiebig zu schlemmen. Heute, an meinem Geburtstag, gönnten wir uns ein besonderes Abendessen im a-la-carte-Restaurant Buffalo, dem Steakhaus (spitze). Ich bekam Rosen aus dem Bord-Blumenshop (ein Traum). Außerdem schauten wir uns, wie jeden Abend des Programm im Theatrium an (Musik, Show, Artistik, Sketsche)– wenn die Kinder müde wurden, verpassten wir über Bord-TV in der Kabine nichts.
Am 11.02.2010 legten wir in Le Havre, Frankreich, an. Dieter fuhr mit dem Bus los. Olivers Radtour musste leider wegen Schnee ausfallen. Als wir dann von der AIDA losgingen, wussten wir warum: Ich glaube, die Fanzosen hatten dort lange, lange Zeit keinen Schnee mehr gesehen. In der Stadt und auf den Straßen ging fast nichts mehr. Doch zu Fuß konnten wir, mit unserem kleinen Kai im „Tragesack“, Le Havre erkunden. Auch Opa hat mit dem Bus in der Umgebung einiges gesehen. Als Stargast der Jungfernfahrt trat heute Annett Louisan auf. Bei Windstärke 8-9 war das schon eine wackelige Angelegenheit. Danach wurden wir, dank Stabilisatoren, sanft in den Schlaf „geschaukelt“.
Der 12.02. war ein Seetag auf dem Weg nach La Coruna. Auf dem Programm standen wieder faulenzen, Sport und Spiel. Das Wetter wurde besser, 5 Grad Celsius, immer noch starker Wind. Aber die AIDAblu lag gut im Wasser.
Der 13.02. in La Coruna, Spanien, war der 1. Tag ohne Winterjacke. Wir schauten uns eine Festung, den Strand und die Stadt an, Olli war mit dem Rad und Opa mit dem Bus unterwegs. Wieder auf dem Schiff, sahen wir einen Karnevalsumzug vorbeiziehen.
Am 14.02. fuhren wir Richtung Lissabon, wo wir gegen 18.00 Uhr ankamen. Unser Liegeplatz war fast unter der riesengroßen „Brücke des 25. Aprils“ mit Blick auf die Christusstatue. Wir fühlten uns wie irgendwo zwischen Los Angeles und Rio de Janeiro ;-) . Nur leider nicht so warm (11 Grad und Regen).
Am 15.02. entschieden wir uns Lissabon zu Fuß und mit der nostalgischen Straßenbahn zu erkunden. Die Fahrt war toll und spannend zugleich; teilweise passte zwischen Bahn und Haus oder Auto gerade mal eine Zeitung. Opa unternahm wieder eine Bustour. Olivers Radtour wurde leider wg. des Regenwetters kurzfristig abgesagt (zu gefährlich mit Regen auf dem nassen Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschinen).
Am Nachmittag feierten wir im Kids-Club den Geburtstag von Maskottchen Dodo. Da heute Rosenmontag ist, ging Jan als Pirat zum Abendessen. Abends unterhielt uns u. a. Stargast Ingo Appelt. Trotz stürmischen Wetters wurden wir wieder sanft durch die Nacht geschaukelt.
Die Einfahrt in den Hafen von Cadiz am 16.02. war schon recht abenteuerlich. Wir waren beim Frühstück, als auf einmal die Kaffeekannen auf den Tischen zu rutschen begannen. Wir hielten alles, was wir greifen konnten, auf dem Tisch fest. Nach 3-4 starken Schauklern war alles wieder vorbei und einige Teller entzwei. Grund war die hohe Dünung, die wir mit langsamer Fahrt durchqueren mussten. Da die Bus- und die Radtour von Opa und Oliver gegen Mittag starteten, gingen wir erstmal gemeinsam los. Wir umrundeten die Altstadt. Hier waren überall noch die “Reste” der Karnevalfeiern zu erkennen. Die abendliche Ausfahrt aus dem Hafen war wieder ruhig.
Der 17.02. war unser 3. Seetag und wir befanden uns auf dem Weg nach Valencia. Nun war der Sommer endlich zum greifen nah, sodass wir wieder ausgiebig die AIDA blu “unsicher” machen konnten. Jan und ich testeten am Nachmittag die Pools. Beim Abendessen genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang auf See.
Am 18.02. wurde Jan 5 Jahre. Zum Frühstück überraschten wir ihn mit dem vorher gebuchten Kindergeburtstags-Paket; einer Schokotorte, einer AIDA-Kappe und einem AIDA-Memory-Spiel. Den Tag verbachten wir im Oceanografico in Valencia. Das ist Europas größtes Aquarium. Als Überraschung durfte sich Jan im Shop alle 4 Clubbies Alwine, Itzi, Dodo und Achwasachwas “kaufen”. Das Abendessen wünschte er sich im Brauhaus. Diesen einmaligen Geburtstag wird er wohl nie vergessen.
In Barcelona, am 19.02., brachen wir zum Stadtbummel auf. Während Dieter die Sehenswürdigkeiten mit dem Bus besuchte, war Oliver wieder mit dem Rad unterwegs. Wir sahen die Kolumbus-Statue und das World Trade Center am Hafen und bummelten über die Einkaufsstaße “la Rambla”und besuchten eine Markthalle. Nach dem letzten Abendessen “Farewell-Spezial” mit Hummer unterhielen uns imTheatrium die Stars der Band Marquess.
Am 20.02. hieß es in Palma de Mallorca gegen Mittag Abschied nehmen von unserer AIDAblu, mit der wir so viel wunderbares erlebt haben. Der Flieger von Air Berlin brachte uns aus dem Frühsommer von Mallorca wieder in den Schnee von Hannover. Am Flughafen wartet schon ein Airportshuttle, der uns dirket vor unsere Haustüren brachte.
Ein rundum gelungener Urlaub. Danke und auf “AIDAsehen” (auf Wiedersehen AIDA)!!!